WU BIM | Planen und Bauen

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Konrad Neubaur

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In den letzten Jahren hat die digitale Methode Building Information Modeling (BIM) zunehmend Einzug in die deutsche Baubranche, insbesondere im Bereich der Infrastruktur, gehalten. Gemäß dem „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ist “Building Information Modeling (BIM) [...] eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.” BIM wird als Chance gesehen, die Projektziele von Baumaßnahmen verlässlicher zu erreichen und die Produktivität innerhalb der Branche zu erhöhen.

Von Seiten der Politik wird die Etablierung von BIM durch die verpflichtende Vorgabe des Stufenplans und ergänzender Masterpläne forciert. Seit 2021 wird die BIM-Methode immer häufiger in (Pilot-)Projekten zur Planung und Realisierung eingesetzt. Bis 2025 soll gemäß dem „Masterplan BIM Bundesfernstraßen“ die Anwendung von BIM in den Regelprozess etabliert werden. Das BMVI, als Herausgeber des Masterplans, erwartet bei einem flächendeckenden und vollständigen Einsatz von BIM im Bundesfernstraßenbau, dass zwei bis vier Prozent Beschleunigungseffekte und drei bis sechs Prozent Gesamtkosteneinsparung durch die Reduktion von Fehlern entstehen können. Dabei handelt es sich allerdings um eine Hypothese. Zuverlässige Ansätze zur Wirtschaftlichkeitsberechnung der BIM-Methode, welche die speziellen Anforderungen des Straßenbaus in Deutschland sowie den aktuellen Stand von Forschung und Technik berücksichtigen, existieren bisher nicht.

Mit dem Forschungs- & Entwicklungsprojekt „Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur Anwendung der BIM-Methode in den Phasen Planen und Bauen im Infrastrukturbau“ (kurz: WU BIM Planen & Bauen) wird deshalb im Auftrag der DEGES das Gesamtziel verfolgt, den Mehrwert der Anwendung der BIM-Methode im Bundesfernstraßenbau objektiv zu quantifizieren. Dazu findet eine retrospektive kennzahlenbasierte Untersuchung zur Wirksamkeit der bislang realisierten BIM-Pilotprojekte im Bereich des Bundesfernstraßenbaus statt. Da Kennzahlen eine quantitative Zusammenfassung von in Zahlen ausdrückbaren Informationen darstellen, werden durch deren Nutzung objektive Vergleiche sowohl auf innerbetrieblicher als auch auf zwischenbetrieblicher Ebene ermöglicht. Dadurch wird eine Grundlage erarbeitet, auf die sich bei dem Vorantreiben des Einsatzes von BIM berufen werden kann. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Kennzahlen sollen im letzten Schritt in eine laufende Erfolgskontrolle überführt werden. Ein Konzept dafür wird erarbeitet und pilotiert.

 

Fakten zum Projekt

  1. Projekt: Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zur Anwendung der BIM-Methode in den Phasen Planen und Bauen im  Infrastrukturbau
  2. Thema: In dem Forschungsprojekt WU BIM Planen & Bauen wird ein kennzahlenbasierter Ansatz verfolgt, um die Mehrwerte der BIM-Methode im Bereich des Bundesfernstraßenbaus zu quantifizieren.
  3. Projektlaufzeit: 11/2022 bis 01/2025 (ca. 2,5 Jahre)
  4. Auftraggeber: DEGES
  5. Projektpartner: 
    ICoM - Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen der RWTH-Aachen
  6. Projektleitend: Konrad Neubaur
  7. Kontaktperson ICoM: Konrad Neubaur
Zusammenstellung der Logos aller Projektpartner